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Glas News

Auf ein Glas!

Nirgends sind Getränke und Lebensmittel hygienischer und umweltbewusster aufbewahrt als in Glasbehältnissen. Zudem konserviert Glas wie kein anderes Verpackungsmaterial den Geschmack seines Inhalts – ganz abgesehen von den edlen und einzigartigen Designs der Flaschen und Flakons. Die deutsche Behälterglasindustrie gehört zweifellos mit zu den innovativsten Playern der Glasbranche, die zudem durch hohen Altglasanteil und sehr energieeffiziente Herstellungsprozesse dem Nachhaltigkeitsgebot gerecht wird. Trotzdem wissen die Unternehmen, sehr flexibel auf Trends und Anforderungen zu reagieren. Welche Neuheiten und Entwicklungen die Branche aktuell im Köcher hat, ist auf der glasstec 2018 in Düsseldorf zu sehen.

 Mit dem Bocksbeutel PS holte der Hersteller Wiegand-Glas den Deutschen Verpackungspreis in Gold 2017. Ein wahrlich gelungenes Designbeispiel, wie sich ein traditionelles Produkt mit hohem Identifikationsgrad in die Moderne übersetzen lässt. (Bildquelle: Gebietsweinwerbung Frankenwein-Frankenland GmbH)

 

Was wäre ein feierliches Abendessen in einem schönen Restaurant ohne grazile Weingläser und eine erlesenen Flasche Wein auf dem Tisch? Behältergläser gehören in unseren Alltag wie Kleidung und andere Dinge des täglichen Lebens – und zwar nicht nur als Trinkgläser, Flaschen oder zur Aufbewahrung von Lebensmitteln. Die Glasindustrie in Deutschland produziert ebenso tausende unterschiedliche Behälter für die Kosmetikbranche, die Pharmaindustrie und viele andere Anwendungen. Viele der Behälterglashersteller sind überdies globale Player, die nicht nur hierzulande, sondern auch in anderen europäischen Ländern oder in den USA diverse Glastiegel, bunte Vasen, sterile Medizinfläschchen oder kunstvoll designte Parfumflakons produzieren.

 Für seine Bierflaschen erhielt das Unternehmen Owens Illinois (O-I) als weltweit erster Hersteller von Glasverpackungen eine Cradle-to-Cradle®-Zertifizierung für die Kategorie Materialgesundheit – das Design der Flasche "MyPour" ist an Craft- und Gourmetbierbrauer gerichtet und ermöglicht durch seinen asymmetrisch geformten Flaschenhals ein individuell-kreatives Ausschenken.  (Bildquelle: Owens Illinois)

 

Behältnisse aus Glas stehen für ganz unterschiedliche Ansprüche: Als imagegebende Marke durch Form oder Statement ebenso wie aus Gründen der Hygiene – denn in Glas verpackte Lebensmittel und Getränke behalten darin ihren Geschmack und ihre Frische, weil Glasbehältnisse keinerlei Geschmacks-oder Fremdstoffe an ihren Inhalt abgeben. Im Fachjargon sagt man zu dieser besonderen und gerade für die Lebensmittelbranche so immens wichtigen Eigenschaft: Glas ist inert. Das macht diesen Werkstoff einzigartig, und die Verbraucher wissen das zu schätzen – laut einer vom europäischen Behälterglasverband beauftragten und europaweit durchgeführten Studie stehen Glasverpackungen in der Gesellschaft so hoch im Kurs, weil sie den Geschmack des Inhalts bewahren, sicher für die Gesundheit und umweltfreundlich sind.

Vom Luxus- zum Gebrauchsgut – der Siegeszug der Glasbehältnisse

Behältergläser haben nicht nur eine lange, sondern auch bewegte Geschichte zu erzählen. Zwar fanden sich bereits in Gräbern früher Hochkulturen kleine Flakons, allerdings waren die Glasfläschchen bis ins späte Mittelalter aufgrund der äußerst aufwendigen manuellen Herstellung den höher privilegierten Mitgliedern der Gesellschaft vorbehalten. Man bewahrte darin ausschließlich Luxusgüter wie Öle, Essenzen oder Parfums auf – erst als die Technik der Glasbläserei fortschrittlicher und die Produktion effizienter wurde, begann man damit, auch Getränke in Flaschen abzufüllen, während sich vornehmlich die Italiener im 17. Jahrhundert bei der kunstvollen Glasverarbeitung selbst immer wieder bei der Produktion von Karaffen, Flaschen und Gläsern zu übertreffen wussten. Im Zuge der Industrialisierung begann dann im 18. und 19. Jahrhundert endgültig der Siegeszug des Behälterglases, der bis heute von ständigen Optimierungen bei der Produktion und Formfindung geprägt ist.

Coca-Cola hat es einst vorgemacht – bis heute zählt das Flaschendesign bei vielen Produkten zum markenprägenden Image. So auch beim Absolut Vodka. (Bildquelle: Absolut Company Pernod Ricard)

 

 

Die deutsche Behälterglasindustrie: innovativ, kreativ und effizient

Die heutigen Anforderungen an die Herstellung und Gestalt der Behältergläser fokussieren sich zunehmend auf die Individualität und das ausgewählte Design bei zugleich kleiner werdenden Stückzahlen, der Reduzierung des Flaschengewichts ohne qualitative Einbußen sowie auf das Erfüllen der Klimaschutzziele. Auch der verantwortliche Umgang mit den Ressourcen – sprich Altglasrecycling – beeinflusst maßgeblich die Produktionsprozesse. Paradoxerweise bekam die Behälterglasindustrie mehr und mehr die Konkurrenz durch PET-Flaschen zu spüren und war gezwungen, Antworten darauf zu finden, die inzwischen auch den Endkunden wichtig sind. Nachrichten von gigantischen Kunststoffmüll-Strudeln in den Weltmeeren und den daran verendenden Fischen und Vögeln rücken neben den hygienischen und inerten Eigenschaften auch die ökologische Komponente von Behältergläsern wieder ins Bewusstsein. Tatsächlich arbeitet die Behälterglasindustrie mit Vehemenz daran, ihren Produkten durch maximale Beimischung von Altglasanteilen, intelligente Einsparungen beim Gewicht, durchdachter Logistik und stilvolle Designs ein zeitgemäßes Image zu verpassen.

Mit Erfolg, wie zum Beispiel der von Wiegand-Glas abgeräumte Deutsche Verpackungspreis 2017 für den traditionellen Bocksbeutel in neuem jugendlichen Design beweist – entstanden ist dieses Highlight in Zusammenarbeit mit dem Designer Peter Schmidt und dem Fränkischen Weinbauernverband. Ebenso innovativ ist das Unternehmen hinsichtlich seiner modernen und effizienten Produktion aufgestellt – durch die Energierückgewinnung aus den heißen Abgasen ermöglicht die sogenannte Vorheiztechnologie 10 bis 15 % Primärenergieeinsparungen. Durch die höhere Grundtemperatur erhöht sich auch die tägliche Schmelzleistung, da die zur Bearbeitung erforderliche Schmelztemperatur schneller erreicht wird.

Ähnlich designorientiert und mit vergleichbarem ökologischem Bewusstsein erfolgreich unterwegs ist zum Beispiel das Unternehmen O-I (Owens-Illinois), das für seine Bierflaschen als weltweit erster Hersteller von Glasverpackungen eine Cradle-to-Cradle®-Zertifizierung in "Gold" für die Kategorie "Materialgesundheit" zugesprochen bekam. Erwähnenswert ist in dem Zusammenhang das Design "MyPour", das auf die wachsende Branche der Craft- und Gourmetbierbrauer abzielt. Der asymmetrisch geformte Flaschenhals schafft eine diagonale Verbindung zum Flaschenkörper, wodurch sich beim Ausschenken je nach Drehung und Winkel der Flasche die Schaumentwicklung individuell steuern lässt.

 Das Glasrecycling ist wichtiger Bestandteil des Nachhaltigkeitsaspekts in der Behälterglasindustrie – ebenso wie der Mehrwegkreislauf, der ein bis zu 50maliges Wiederbefüllen der Flaschen erlaubt. (Bildquelle: glasaktuell)

 

 

Gewichtige Vorteile die beim Abnehmen an Bedeutung zunehmen

Das von den Verbrauchern oft ins Feld geführte Argument, weshalb die PET-Flasche das Ökobewusstsein so leicht zu verdrängen vermag, ist das Gewicht der Flaschen. Dabei zieht diese Kritik längst nicht mehr, denn dank Leichtglastechnologie ist es der Behälterglasindustrie gelungen, das Gewicht verschiedener Glasverpackungen um bis zu 40 % zu reduzieren. So bringt zum Beispiel die Ein-Liter-Weinschlegelflasche aktuell gerade mal noch 345 Gramm auf die Waage – vor vierzig Jahren waren es mit 600 Gramm noch fast doppelt so viel. Trotzdem hat die Festigkeit der Verpackung darunter nicht gelitten, weil die optimierte Formgebung gleichmäßigere Wandstärken möglich machte. Ein Vorteil, der sich nicht nur beim Tragen bemerkbar macht: denn das geringere Gewicht spart auch viel Rohstoffe und Energie ein, optimiert das Handling und reduziert die Transportkosten.

Scherben bringen Nachhaltigkeit – Glasrecycling ist hipp

Ein unschlagbarer Vorteil der Glasflasche ist ihr doppelter Mehrwegkreislauf, denn sie kann bis zu 50 Mal wiederbefüllt werden, bevor sie als Altglas recycelt und dem Produktionsprozess wieder zugeführt wird. Inzwischen liegt der Anteil der "Alt-"Scherben im Schnitt bei 60 %, bei dem weniger begehrten Grünglas sogar bei bis zu 97 %. Glas lässt sich beliebig oft einschmelzen und ohne Qualitätsverlust zu neuen hochwertigen Glasverpackungen verarbeiten. Die gesellschaftliche Akzeptanz für das Glasrecycling ist überdies beispiellos – in Deutschland werden in den rund 300.000 aufgestellten Altglascontainern pro Jahr etwa zwei Millionen Tonnen Altgals gesammelt. Das entsprach 2014 einer Recyclingquote von 89 %. Was nicht jeder, der seine Flaschen farblich getrennt in die Luken einwirft, weiß: Eine Tonne Recyclingglas spart über 300 kg CO2-Emissionen bei der Produktion neuer Glasverpackungen ein.

Glasverpackungen zählen somit nicht nur zu den hygienischsten und am edelsten designten Verpackungen von Getränken, Lebensmitteln, Parfums, Cremes oder Arzneimitteln, sondern auch zu den nachhaltigsten, die es auf dem Markt gibt. Die neuesten Innovationen und ausgefallene Designs der Behälterglasindustrie sind im Oktober auf der glasstec der Messe Düsseldorf zu bestaunen. Sie sind zum Kommen eingeladen – auf ein Glas!

 
Meldung vom 12.06.2018
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